Unternehmensressourcen

Dieser Inhalt ist Teil von Tableau Blueprint – einem Framework, mit dem Sie genauer unter die Lupe nehmen können, wie Ihr Unternehmen Daten nutzt, um mehr Nutzen daraus zu ziehen. Ihre Reise beginnt mit unserer Beurteilung(Link wird in neuem Fenster geöffnet).

Die Entwicklung von Unternehmens-Assets wie ein Style Guide, Arbeitsmappenvorlagen mit vorausgewählten Schriftarten, Farben, Negativraum (leere Stellen) usw. unterstützt Benutzer bei der Anwendung von Best Practices zur Visualisierung. Creator- und Viewer-Anwender sollen beide ein Gefühl dafür bekommen, was gut aussieht, und damit auch eine grundlegende Orientierung erhalten, wie man Inhalte am besten entwickelt, bereitstellt und nutzt. Zur Aufgabe Ihrer Community-Leiter gehört es, großartige Inhalte im Unternehmen zu verbreiten und alle Assets im Tableau-Befähigungs-Intranet zu teilen.

Durch Ausstattung von Benutzern mit Inhalten, die vertraut wirken, können Sie Akzeptanz und Nutzung erheblich beschleunigen. Darüber hinaus lässt sich Benutzervertrauen mit Inhalten aufbauen, die erkennbar eine Marke repräsentieren. Die wichtigsten Aspekte, die für die Entwicklung von Standards beachtet werden müssen, sind Text, Farbe und Konsistenz.

  • Text – Die Verwendung von Text ist nicht auf benutzerdefinierte Schriftarten beschränkt. Es geht dabei auch um den Einsatz von Texten und Beschriftungen zur Optimierung von Analytics und Storytelling, um die kognitive Wahrnehmung von Analytics zu verbessern.
  • Farbe – Verwenden Sie benutzerdefinierte Farbpaletten und nutzen Sie damit verbundene Assoziationen, um Erkenntnisse zu beschleunigen. Beachten Sie darüber hinaus die Best Practices hinsichtlich Farbblindheit und beschränken Sie die Anzahl an Farben in einem Dashboard. Wenn Ihr Markendesign helle Farben nutzt, verwenden Sie am besten eine neutrale Farbpalette und die Farben Ihrer Marke nur für die Hervorhebung bestimmter Elemente in einem Dashboard und nicht für die allgemeine Farbanmutung.
  • Konsistenz – Die Gewährleistung der Konsistenz heißt nicht, dass die Visualisierungen oder Dashboards alle identisch sein müssen. Überlegen Sie, wie Sie ein bestimmtes durchgehendes Erscheinungsbild vermitteln und dabei aber Raum für Design und Kreativität lassen.

Für das Erstellen eines Standards gemäß Ihrer Unternehmensmarke muss immer gelten, dass die effiziente Nutzung von Analytics Vorrang hat vor Design- oder stilistischen Elementen. Designelemente können natürlich den analytischen Wert erhöhen. Es sollte aber keine Gestaltung gewählt werden, deren einnehmende Optik auf Kosten der Leistung oder Funktionalität geht.

Visueller Style Guide

Wissen Ihre Benutzer, wie ein herausragendes Dashboard aussieht? Ein veröffentlichter visueller Style Guide bietet Benutzern eine gute Startbasis für das Design sowie eine Anleitung, wie sie Ad-hoc- und zertifizierte Inhalte unterscheiden können, welche Schriftarten und Markenfarben sie verwenden sollen und welche weiteren Formatierungsoptionen zur Verfügung stehen. Ein solcher Style Guide kann ein Dokument oder eine Tableau-Arbeitsmappe sein.

Dashboard-Layoutvorlage

Dashboard-Layoutvorlagen helfen Creator-Anwendern bei der Zusammenstellung ausgefeilter Dashboards. Sie bieten die Möglichkeit, einzelne Blätter in vordefinierte Layoutcontainer einzufügen. Sie haben die Möglichkeit, Beispiel-Dashboard-Layouts von Tableau Public herunterzuladen und diese mit Ihrem eigenen Logo und mit Ihren Farben anzupassen.

Dashboard-Layout

Checkliste für die Dashboard-Prüfung

Dokumente sollten nicht ohne sorgfältige Prüfung, Überarbeitung und Versionskontrolle an die jeweils Verantwortlichen weitergegeben werden. Dashboards bilden da keine Ausnahme. Deshalb müssen Dashboards vor der Bereitstellung und Zertifizierung geprüft und validiert werden.

Als Erstes ist für die Prüfung von Inhalten der Autor zuständig. Autoren sollten auch die Zielgruppe um Feedback bitten. Dies kann in Form einer informellen Feedbackgruppe oder durch Teilen eines Links zur Arbeitsmappe mit einer Bitte um Kommentierung erfolgen. Kein Dashboard ist schon im ersten Schritt perfekt. Nehmen Sie sich Zeit und beziehen Sie andere mit ein. Dies garantiert am ehesten, dass Ihre Daten optimal dargestellt werden. Die Meinung anderer bringt neue wertvolle Gesichtspunkte in den Erstellungsprozess. Bedenken Sie folgende Aspekte:

  • Welche Art von formellen oder informellen Mitteln benötigen Sie für das Einholen von Feedback?
  • Wie können Sie eine konstruktive Diskussion anstoßen?
  • Wurde ausreichend Zeit zur Einholung von Feedback, Verbesserungsvorschlägen und Iterationsdurchgängen eingeplant?

Erstellen Sie eine Dashboard-Checkliste, die Ihren Benutzern die Anwendung von Best Practices und eines konsistenten Designs mithilfe eines Style Guides erleichtert. Jeder Inhaltsverantwortliche sollte die Checkliste Ihrer Unternehmensstandards zur Grundlage seiner Arbeit machen, bevor er diese mit anderen teilt.

Dateneigentümer sollten ebenfalls eingebunden werden, um die Richtigkeit der Daten zu gewährleisten und um eine eingebettete Datenquelle als Kandidat für die Veröffentlichung und Zertifizierung zu prüfen. Neben der Richtigkeit der Daten und Berechnungen müssen bei der Inhaltsvalidierung auch die Markenstrategie, das Layout, die Formatierung, die Leistung, die Filter, die Dashboard-Aktionen und das Verhalten in speziellen Fällen vom Site-Administrator oder Projektleiter geprüft werden.

Checkliste der Metadaten

Die folgende Metadaten-Checkliste enthält Best Practices für das Kuratieren einer veröffentlichten Datenquelle wie unter Tableau-Governance dargestellt. Durch Einrichtung von Datenstandards mithilfe der Checkliste können Sie Geschäftsanwendern einen kontrollierten Selfservice-Datenzugriff zur Verfügung stellen, der benutzerfreundlich und einfach zu verstehen ist. Vor dem Erstellen eines Extrakts oder einer veröffentlichten Datenquelle in Tableau prüfen Sie die folgende Checkliste und führen gegebenenfalls die entsprechenden Aktionen für das Metadatenmodell durch:

  • Validieren des Datenmodells
  • Datenquelle für die aktuelle Analyse filtern und deren Größe festlegen
  • Standardmäßige, benutzerfreundliche Namenskonventionen verwenden
  • Hinzufügen von Feldsynonymen und benutzerdefinierten Vorschlägen für Frag die Daten
  • Hierarchien festlegen (Aufschlüsselungspfade)
  • Datentypen festlegen
  • Formatierung übernehmen (Datumsangaben, Zahlen)
  • Startdatum des Geschäftsjahres festlegen (wenn erforderlich)
  • Neue Berechnungen hinzufügen
  • Duplikate entfernen oder Berechnungen testen
  • Feldbeschreibungen als Kommentare eingeben
  • Auf der höchsten Ebene aggregieren
  • Ausblenden nicht verwendeter Felder

Präsentationsleitlinien

Der letzte Schritt bei der Analyse von Daten ist die Ermittlung von Erkenntnissen und deren Weitergabe an andere. Unabhängig von der Datenkompetenz sollten alle Mitarbeiter in der Lage sein, ein Dashboard vorzustellen und eine klare datengesteuerte Botschaft in einem Meeting oder einer Präsentation zu übermitteln. Die Gestaltung von Diagrammen für Präsentationen erfordert gewisse Vorab-Überlegungen. Ein komplexes Diagramm, das auf Ihrem Laptop gut aussieht, wird in der Regel nicht für eine Präsentation geeignet sein.

Für das Teilen von Erkenntnissen muss zuerst der zentrale Zweck des Diagramms bestimmt werden. Was ist die Kernbotschaft? Im folgenden Beispiel werden in den Diagrammen die Malaria-Fälle in Sambia dargestellt. Die Daten stammen von der globalen Non-Profit-Organisation PATH. Die zentrale Aussage darin ist die Reduzierung der Fälle um 93 %. Beachten Sie, dass diese Botschaft auf jeder Folie unübersehbar eingeprägt ist.

Fazit mit Visualisierung

Überlegen Sie, wie lange das Diagramm auf dem Bildschirm zu sehen sein soll. Vergessen Sie dabei nicht: Für Sie sind Diagramm und Aussage vermutlich bereits eine Selbstverständlichkeit. Ihr Publikum sieht sie aber zum ersten Mal. Wenn Sie ein sehr komplexes Diagramm darstellen, müssen Sie Zeit für dessen Erklärung reservieren. Das obige Malariabeispiel wird wegen des visuell dargestellten und klar vermittelten Fazits sofort verstanden. Als bewährte Faustegel gilt: Ein Diagramm sollte von Ihrem Publikum in weniger als der Hälfte der Zeit verstanden werden können, in der es auf dem Bildschirm zu sehen ist.

Ihr Publikum muss also genügend Zeit zum Lesen der entscheidenden Teile des Diagramms haben. Die Schriftgröße ist hier standardmäßig klein, da sie für die Anwendung auf einem Laptop/Monitor konzipiert ist. Diese Schriftgröße ist für große Bildschirme nicht geeignet. Im Folgenden sind zwei Versionen eines Diagramms dargestellt. Im Diagramm auf der rechten Seite sind die Schriftarten groß genug, damit Sie jeder im Raum lesen kann.

Einbindung einer Legende in die Visualisierung

Zur Hervorhebung Ihrer Botschaft sollten Sie Farbe mit Bedacht einsetzen. Angenommen, Sie erfassen Kunden nach Wochentag und möchten herausstellen, dass an Wochenenden sehr viel weniger Kunden als an Werktagen kommen. Das folgende linke Diagramm übermittelt diese Aussage am klarsten. Dabei wird ein einfaches Farbschema verwendet, das die Erkenntnis sehr viel prägnanter verdeutlicht als im rechten Diagramm.

Farbe zur Hervorhebung im Vergleich zu übermäßigem Farbeinsatz

Für die Präsentation von Erkenntnissen mittels Diagrammen sollten Sie Folgendes vorab prüfen:

  • Haben Sie das Fazit für die Erzählung der Story in den Daten angegeben?
  • Können die Schriften bei der Präsentation auch in den hinteren Bereichen des Raums gelesen werden?
  • Wird Farbe in erster Linie zur Hervorhebung Ihrer Botschaft statt zur Ausschmückung verwendet?
  • Ist das Diagramm einfach genug, damit man es in der Zeit, in der es auf dem Bildschirm zu sehen ist, verstehen kann?

In jedem Fall müssen Sie sich klarmachen, dass ein Dashboard oder ein komplexes analytisches Diagramm, das für Desktopbildschirme entwickelt wurde, so gut wie nie für die Weitergabe von Erkenntnissen in Meetings oder durch Präsentationen geeignet ist.

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