Kontroll- und Belohnungssysteme

Kontroll- und Belohnungssysteme bestehen aus einer Reihe von Checkpoints und Meilensteinen im Lernpfad für die Vermittlung von Fertigkeiten eines Benutzers.  Damit werden allgemeine Ziele und Erfolgskriterien in einem Unternehmen festgelegt, die dafür sorgen sollen, dass Benutzer dauerhaft für die Weiterentwicklung ihrer Fertigkeiten motiviert und engagiert sind. Schulung ist ein fortlaufender Prozess. Je umfangreicher die Bereitstellung wird, desto mehr Möglichkeiten zum Lernen und für positives Feedback in Form von Belohnungen müssen für Benutzer vorhanden sein.

Mit den folgenden drei Konzepten können Sie Fertigkeiten prüfen und sie in Ihren Schulungsplan einbinden:

  • Rollenbasierte Badges
  • Tableau-Produktzertifizierung
  • Skill Belts

Rollenbasierte Badges

Benutzer können am Ende eines rollenbasierten Lernpfads rollenbasierte Badges erwerben. Dafür müssen sie einfache Multiple-Choice-Prüfungen ihres Verständnisses der Kernkonzepte absolvieren, wie unter Fertigkeiten nach Tableau-Schulungsrolle dargestellt. Rollenbasierte Badges ermutigen und motivieren Benutzer weiter Schulungen zu nutzen, um zu zeigen, dass sie die Fertigkeiten für die jeweiligen Rollen beherrschen. Benutzer müssen nicht alle Kurse in einem Lernpfad absolvieren, damit sie an den Prüfungen teilnehmen können. Fortgeschrittenere Benutzer haben die Möglichkeit, Schritte zu überspringen. Ihre Kenntnis der erforderlichen Fertigkeiten für die jeweilige Rolle wird durch einen Punktwert für das Bestehen dokumentiert. Wer nicht besteht, erhält Empfehlungen für eLearning- oder Präsenzschulungen, mit denen Wissenslücken geschlossen werden können. Da rollenbasierte Badges über eine öffentliche URL präsentiert werden können, unterstützen sie auch die Prüfung und Messung des Lernfortschritts auf Unternehmensebene. Die Badges lassen sich auch in das LMS-System oder in das Intranet des Unternehmens einbinden. Rollenbasierte Badges und Wissensprüfungen sind über ein eLearning-Abonnement zugänglich.

Zertifizierung

Mit Tableau-Produktzertifizierungen können Benutzer ihre Fachkenntnis dokumentieren und sich von anderen abheben. Mit einer Tableau-Zertifizierung hat ein Benutzer die Möglichkeit, sein Wissen über Tableau-Produkte in einem formalen Rahmen unter Beweis zu stellen. Solche betreuten Prüfungen haben ein höheres Niveau als Fertigkeitsprüfungen für rollenbasierte Badges, da sie die Branchenstandards professioneller Zertifizierungsprogramme berücksichtigen. Mit der Ermutigung zur Zertifizierung und deren Unterstützung in den Teams demonstrieren Sie Ihr Interesse an deren professioneller Weiterentwicklung und schaffen klare, praktisch umsetzbare Meilensteine für die Weiterentwicklung jedes Einzelnen. Durch Bildung einer Kerngruppe zertifizierter Benutzer erhöhen Sie das Vertrauen in deren Fähigkeiten und motivieren zur weiteren Qualifizierung der Kollegen. Es gibt drei Zertifizierungsstufen: Specialist, Associate und Professional. Diese sind für zwei Produkte, Tableau Desktop und Tableau Server, verfügbar.

Prüfungsstufe

Nach Produkt

Schwierigkeitsgrad nimmt zu

Specialist

Tableau Desktop Specialist – dafür wird die Kenntnis der grundlegenden Funktionen und das Produktverständnis geprüft.

Demnächst verfügbar

Associate

Tableau Desktop Certified Associate – dafür wird die umfassende Kenntnis der Funktionen und des Produkts geprüft.

Tableau Server Certified Associate – dafür wird die Kenntnis von Verwaltungsfunktionen und der Plattform geprüft.

Professional

Tableau Desktop Certified Professional – dafür wird die Kenntnis fortgeschrittener Funktionen und der Anwendung visueller Best Practices geprüft.

Tableau Server Certified Professional – dafür werden Architekturwissen und Fachkenntnisse der Plattformintegration geprüft.

Betreute Online-Prüfungen rund um die Uhr.  Statt zu Testzentren reisen zu müssen, haben Benutzer die Möglichkeit, Prüfungen an jedem beliebigen Ort weltweit zu absolvieren, wenn die dafür erforderlichen Computer- und Netzwerkvoraussetzungen erfüllt sind. Prüfungen können bei ausgewählten Tableau-Veranstaltungen wie die Tableau Conference auch persönlich durchgeführt werden.


HINWEIS: Wie unterscheiden sich Zertifizierungs-Badges von rollenbasierten Badges?
Zertifizierungs-Badges dokumentieren signifikant das Produktwissen eines Benutzers durch das Bestehen anspruchsvoller, betreuter und abgesicherter Prüfungen. Rollenbasierte Badges stehen weniger signifikant für Kenntnisse durch das Bestehen nicht betreuter und nicht abgesicherter Prüfungen der Fertigkeiten.

Skill Belts

Ein Skill-Belt-Programm ist ein internes Badge- und Belohnungsprogramm, das auf das intern kuratierte Schulungsprogramm abgestimmt ist.. Ziele eines Skill-Belt-Programms sind die Motivierung und Belohnung von Benutzern, die sich Schritt für Schritt ein messbares Wissen in Bezug auf Produktfunktionen, Storytelling, Design, Best Practices für Visualisierung und Leistungssteigerung sowie auf Community-Ressourcen aneignen.  Für jede Qualifikationsstufe sollten Benutzer angehalten werden, mit gutem Beispiel voranzugehen und Ressourcen für neue Bewerber zu betreuen. Dies fördert eine umfassende Beteiligung und ermöglicht auf organische Weise den Aufbau einer Community im Unternehmen durch Ermutigung der Benutzer, Wissen zu teilen, für eine datengesteuerte Entscheidungsfindung zu werben und andere zur Erweiterung ihrer Tableau-Fertigkeiten zu motivieren.

Ein Skill-Belt-Programm hängt in Bezug auf Verwaltung, Governance und Förderung sowohl von den Bewerbern als auch von Champions ab. Zur Durchführung des Programms sind weitere Ressourcen hilfreich. Beispielsweise haben viele große Unternehmen ein Schulungsmanagementsystem und favorisieren eine Verwaltung der Prüfungen in einem solchen Inhaltsbereitstellungssystem.

Erforderliche Inhalts- und Messtools können für Skill-Belt- und Erfolgs-Badges standardisiert werden. Beispiele:

  • Praxisorientierte Inhalte – Anleitungsvideos oder -webinare für Benutzer, die praktisch angewendet werden können, häufig in Verbindung mit einer Tableau-Arbeitsmappe.
  • Whitepaper – umfangreiche Anleitungsdokumente für Benutzer.
  • Best Practices – hilfreiche Inhalte in unterschiedlicher Form, die allgemein Best Practices für visuelle Darstellung und Leistungssteigerung zum Thema haben. Auf höheren Qualifikationsstufen geht es dabei mehr um technische und Governance-relevante Themen.
  • Storytelling – hilfreiche Inhalte in unterschiedlicher Form, die die sozialen Kompetenzen zum Thema haben, die Benutzer für das effektive Erzählen von Storys mit Daten benötigen.
  • Blogs – informative Inhalte aus einer Vielzahl von Quellen, im Allgemeinen von Tableau oder von angesehenen öffentlichen Community-Persönlichkeiten wie Zen-Meistern bereitgestellt. Dazu können praktische Anleitungen, Best Practices und Referenzmaterialien gehören.
  • Referenzmaterial – Referenzdokumente, Community-Leitfäden (z. B. zu GitHub), weitere Anleitungsmaterialien (z. B. zur Diagrammhierarchie) und andere ergänzende Materialien.
  • Aufgaben – Übungen mit Tableau-Arbeitsmappen für Benutzer inklusive Lösungen.
  • Meilensteine – wichtige Aufgaben, die Benutzer zum Erwerb eines Skill Belt oder eines Erfolgs-Badge durchführen müssen.

Beachten Sie, dass Benutzer nicht in allen Inhalten kompetent sein müssen und auch nicht alle verfügbaren Fertigkeiten auf allen Skill-Belt-Stufen beherrschen müssen. Fortschritte durch das Programm sollten hinsichtlich der Kenntnis von Konzepten und durch den Aufbau von Wissen und nicht durch vollständige Beherrschung aller Themen erzielt werden. Beispielsweise können Benutzer als Experten anerkannt werden, auch wenn sie nicht in der Lage sind, Python-Skripte zu schreiben. Python-Skripte müssen in der Praxis nur wenige Benutzer erstellen, während aber alle Benutzer wissen müssen, wie Python und Tableau zusammen eingesetzt werden und vor allem, wie dies für das Unternehmen produktiv genutzt werden kann.

Gamifizierung

Ein zentrales Merkmal jedes Skill-Belt-Programms ist die Gamifizierung des Lernens. Gamifizierung ist ein pädagogischer Ansatz, um Lernende durch Spielelemente und -design in einer Lernumgebung zum Lernen zu motivieren. Es kann Benutzern helfen, eventuelle Lustlosigkeit oder Unbehagen zu überwinden und motiviert zu bleiben. Durch Einbindung der richtigen Technik bietet Gamifizierung die Möglichkeit, das Engagement und die Beteiligung zu steigern sowie Benutzer zur Fortsetzung des Lernens anzuregen.

Ein erfolgreicher Weg zur Gamifizierung ist das Anbieten einer Vergütung oder Anerkennung (z. B. in Bezug auf den Status im Unternehmen) für Studienleistungen sowie für korrektes und gemeinschaftliches Verhalten wie das Unterstützen von Kollegen, das Kommentieren von Ergebnissen und ein Beitrag zur Wertschöpfung. Skill Belts und Leistungsnachweise können so gestaltet werden, dass sie Studienleistungen und Freiwilligenarbeit anerkennen und gleichzeitig Status oder Prestige innerhalb Ihres Unternehmens erkennbar erhöhen. Zur Förderung des Engagements denken Sie sich am besten unterhaltsame Namen für Skill Belts und Nachweise aus. „Jedi-Meister“ klingt z. B. viel aufregender als „Analytics-Experte“. Eventuell sollten Sie auch Ihre Community an der Auswahl der Belt-Namen beteiligen (z. B. über einen Wettbewerb). Wenn Ihre Community-Mitglieder die Namen auswählen, haben sie bereits den ersten Schritt in Richtung auf eine erfolgreiche Umsetzung gemacht, bevor Sie das Programm tatsächlich starten.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der Gamifizierung ist die soziale Ausgestaltung des Programms soweit möglich, um das Gefühl einer Klasse oder einer Klassengemeinschaft zu entwickeln. Dies ist für erfolgsorientierte Benutzer wichtig, die die Anerkennung von Kollegen brauchen. Es motiviert aber auch durch Gruppendruck oder freundschaftlichen Wettstreit mit anderen Teilnehmern. So können Sie beispielsweise auf einer Rangliste die Top-Ergebnisse und -Visualisierungen darstellen. Wir empfehlen auch Veranstaltungen, wie Makeover Monday und Visualisierungsspiele, um den Wettbewerb zu fördern und weitere Belohnungs- und Anerkennungsformen anzubieten. Schließlich sollte das Programm für die Teilnehmer transparent sein. Bei der Durchführung der Kursarbeit ist es hilfreich, wenn die Benutzer den nächsten Schritt kennen und wissen, was sie erwartet. Das schafft Vorfreude! Vorfreude ist eine starke Motivation, die die Teilnehmer stimuliert und den Lernablauf über einen längeren Zeitraum interessant hält.

Würdigung von Freiwilligen

Mitarbeiter, die sich freiwillig an Ihren Programmen der Peer-to-Peer-Unterstützung beteiligen, verdienen eine angemessene Würdigung. Mitarbeiter, die freiwillig Ihre Programme der Peer-to-Peer-Unterstützung unterstützen, verdienen eine entsprechende Würdigung, da sie aktiv anderen dabei helfen, bessere Entscheidungen durch Daten zu treffen, und die Datenkultur insgesamt stärken. Im Folgenden sind einige Beispiele für die Würdigung von Freiwilligen aufgeführt:

  • Wenn Sie eine Tableau-Benutzergruppe betreuen, sollten Sie sich Zeit nehmen und diejenigen herausstellen, die freiwillig zur Entwicklung eines datengesteuerten Unternehmens beitragen.
  • Als Community-Leiter können Sie dem Vorgesetzten eines Freiwilligen aussagekräftige Kennzahlen und entsprechende Feedbackinformationen übermitteln, wie etwa Bewertungen der Patientenzufriedenheit, unterstützte Anwendungsfälle oder spezifische Beiträge. Die Durchführung von Umfragen und die Einholung von Datendoktor-Feedback ist eine gute Möglichkeit, sich über die Beiträge der freiwilligen Datendoktoren und deren Beurteilung zu informieren und daraus wertvolle Inputs für regelmäßige oder jährliche Evaluierungen zu gewinnen.
Vielen Dank für Ihr Feedback!