Schritt 5: Drilldown in die Details

Im letzten Schritt haben Sie festgestellt, dass Tennessee, North Carolina und Florida negative Gewinne erwirtschaften. Sie suchen nach den Ursachen und beschließen, einen Drilldown ausschließlich in die Daten dieser drei Bundesstaaten vorzunehmen.

Dort weitermachen, wo die Kartenansicht aufhört

Wie Sie im letzten Schritt gesehen haben, visualisieren Sie mithilfe von Karten einen allgemeinen Überblick über Ihre Daten. Mit einem Balkendiagramm grenzen Sie das Wesentliche ein. Hierzu erstellen Sie ein weiteres Arbeitsblatt.

  1. Doppelklicken Sie auf Blatt 3, und geben Sie den Namen Gewinn-Karte für das Arbeitsblatt ein.

  2. Klicken Sie unten im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste auf Gewinn-Karte, und wählen Sie Duplizieren aus. Geben Sie hier den Namen Negativgewinn-Balkendiagramm ein.

  3. Klicken Sie im Negativgewinn-Balkendiagramm auf Zeig es mir!, und wählen Sie horizontale Balken.

    Die Funktion "Zeig es mir!" schlägt verschiedene Diagrammtypen anhand der Daten vor, die Sie in die Ansicht aufgenommen haben.

    Hinweis: Sie können jederzeit erneut auf Zeig es mir! klicken und die Funktion so wieder ausblenden.

  4. Sie erhalten wieder ein Balkendiagramm – im Handumdrehen.

  5. Wählen Sie mehrere Balken im linken Bereich aus. Klicken Sie hierzu mit der Maus, und ziehen Sie den Cursor über die Balken zwischen Tennessee, North Carolina und Florida. Eine QuickInfo wird eingeblendet. Wählen Sie hier Nur beibehalten; damit konzentrieren Sie sich auf diese drei Bundesstaaten.

    Hinweis: Sie können auch mit der rechten Maustaste auf einen markierten Balken klicken und dann Nur beibehalten wählen.

    Im Container "Filter" wird das Feld Einschlüsse für den Bundesstaat eingefügt; dies bedeutet, dass bestimmte Bundesstaaten aus der Ansicht ausgefiltert werden. Das Symbol mit den beiden Kreisen auf dem Feld zeigt an, dass es sich bei diesem Feld um einen Satz handelt. Zum Bearbeiten dieses Felds klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Feld im Container "Filter", und wählen Sie die Option Filter bearbeiten aus.

  6. Klicken Sie zur erneuten Wiedergabe auf das Bild.

    Nun möchten Sie die Daten für die Städte in diesen Bundesstaaten betrachten.

  7. Klicken Sie im Container Zeilen auf das Plus-Zeichen neben dem Feld Bundesstaat. Damit wird ein Drilldown bis zur Detailtiefe der Orte durchgeführt.

  8. Klicken Sie zur erneuten Wiedergabe auf das Bild.

Hier gibt es fast schon zu viele Informationen. Sie beschließen daher, die Ansicht nach den Orten mit den größten negativen Gewinnen herunterzufiltern. Wie tun Sie das? Mit dem Filter "Oberste N".

Kontrollieren Sie Ihre Arbeit! Sehen Sie "Dort weitermachen, wo die Kartenansicht aufhört".in Aktion.

Klicken Sie zur erneuten Wiedergabe auf das Bild.

Erstellen eines Filters "Oberste N"

Mit einem Filter "Oberste N" können Sie in Tableau Desktop die Anzahl der Markierungen begrenzen, die in der Ansicht angezeigt werden sollen. In diesem Fall soll der Filter "Oberste N" auf Elemente mit niedriger Leistung abzielen.

  1. Ziehen Sie Ort aus dem Bereich "Daten" in den Container Filter.

  2. Wechseln Sie im Dialogfeld "Filter" zur Registerkarte Oben, und wählen Sie eine der folgenden Optionen:

    1. Klicken Sie auf Nach Feld.

    2. Klicken Sie auf die Dropdown-Liste Oben, und wählen Sie Unten. Mit dieser Option ermitteln Sie die Elemente mit den niedrigsten Leistungen.

    3. Geben Sie den Wert 5 in das Textfeld ein; hiermit werden die fünf Elemente mit der niedrigsten Leistung im Datenset angezeigt.

    4. In Tableau Desktop sind bereits ein Feld (Gewinn) und eine Aggregation (Summe) für den Filter "Oberste N" gemäß den Feldern in der Ansicht ausgewählt. Mit diesen Einstellungen zeigt die Ansicht lediglich die fünf Orte mit der niedrigsten Leistung nach Gewinnsumme.

    5. Klicken Sie auf OK.

    Es wird nun ersichtlich, dass Jacksonville und Miami (Florida), Burlington (North Carolina) sowie Knoxville und Memphis (Tennessee) die Orte mit der niedrigsten Leistung nach Gewinn sind.

    Eine weitere Markierung in der Ansicht – Jacksonville (North Carolina) gehört nicht dazu, da dieser Ort gute Umsätze liefert. Schwindler!

    Wie kann dies sein? Warum wird eine Stadt mit einem positiven Gewinn in der Ansicht angezeigt, obwohl Sie einen Filter erstellt haben, der genau dies verhindern sollte?

    Das ist eine großartige Frage und eine gute Gelegenheit, die Reihenfolge der Operationen von Tableau einzuführen.

    Die Reihenfolge der Operationen von Tableau, auch als Abfrage-Pipeline bezeichnet, ist die Reihenfolge, in der Tableau verschiedene Aktionen ausführt, wie beispielsweise die Reihenfolge, in der die Anwendung Ihre Filter auf die Ansicht anwendet.

    Tableau wendet Filter in der folgenden Reihenfolge an:

    1. Extraktfilter

    2. Datenquellenfilter

    3. Kontextfilter

    4. Top N-Filter

    5. Dimensionsfilter

    6. Kennzahlenfilter

    Die Reihenfolge, in der Sie Filter erstellen, oder ihre Anordnung im Container "Filter" hat keinen Einfluss auf die Reihenfolge, in der Tableau diese Filter auf die Ansicht anwendet.

    Das Gute ist, Sie können Tableau mitteilen, diese Reihenfolge zu ändern, wenn Sie feststellen, dass sich die Filter in Ihrer Ansicht nicht wie gewünscht verhalten, wie beispielsweise im Augenblick die falsche Anzeige von Jacksonville, Carolina, in Ihrer Ansicht. Alles, was Sie tun müssen, ist, einen Kontextfilter hinzuzufügen. Dieser teilt Tableau mit, dieses Feld unabhängig davon, wann es gemäß der Reihenfolge der Operationen dran wäre, zuerst zu filtern.

    Aber welches Feld sollten Sie dem Kontext hinzufügen? Es gibt drei Felder im Container "Filter": Region (ein Dimensionsfilter), Stadt (ein Top N-Filter) und Einschlüsse (Land, Bundesland) (Land, Bundesland) (ein Satz).

    Wenn Sie erneut die Reihenfolge der Operationen betrachten, sehen Sie, dass der Satz und der Top N-Filter vor dem Dimensionsfilter angewendet werden. Aber wissen Sie, ob der Top N-Filter oder der Satzfilter zuerst angewendet wird? Wahrscheinlich nicht.

    Dies ist eine gute Gelegenheit, um nach der Ursache zu suchen.

  3. Klicken Sie im Container "Filter" mit der rechten Maustaste auf das Feld Stadt, und wählen Sie Zu Kontext hinzufügen aus.

    Das Feld "Stadt" wird nun grau dargestellt und im Container "Filter" nach oben verschoben. Die Ansicht ändert sich jedoch nicht. Selbst wenn Sie also Tableau dazu zwingen, das Feld "Stadt" zuerst zu filtern, wird dadurch das Problem nicht behoben.

  4. Klicken Sie auf Rückgängig.

  5. Klicken Sie im Container "Filter" auf den Satz Einschlüsse (Land, Bundesland) (Land, Bundesland), und wählen Sie Zu Kontext hinzufügen aus.

    Der Satz Einschlüsse (Land, Bundesland) (Land, Bundesland) wird nun grau dargestellt und im Container "Filter" nach oben verschoben. Eine weitere Markierung erscheint in der Ansicht! Concord, North Carolina. Sie stellen zudem fest, dass Miami, Florida, verschwunden ist. Der Grund dafür ist, dass Concord in der Tat weniger Gewinn als Miami erzielt, aber aufgrund der Reihenfolge, in der die Filter angewendet wurden, nicht in die Ansicht eingeschlossen wurde.

    Sie sind der Ursache auf der Spur! Aber Jacksonville, North Carolina, wird immer noch in der Ansicht angezeigt. Woran liegt das also nun?

    Jacksonville, NC, ist hier sichtbar, da "Stadt" das Feld mit der niedrigsten Detailgenauigkeit ist, die in der Ansicht angezeigt wird. Damit Tableau Desktop den Unterschied zwischen Jacksonville, NC, und Jacksonville, FL, erkennt, muss ein Drilldown auf die nächste Detailgenauigkeit in der Standorthierarchie durchgeführt werden, in diesem Fall auf die Postleitzahl. Danach können Sie Jacksonville in North Carolina ausschließen, ohne dabei Jacksonville in Florida auszuschließen.

  6. Klicken Sie im Container "Zeilen" auf das Plus-Zeichen neben dem Feld Stadt. Damit wird ein Drilldown bis zur Detailgenauigkeit der Postleitzahl durchgeführt.

  7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Postleitzahl für Jacksonville, NC, also auf 28540, und wählen Sie dann Ausschließen aus.

  8. Im Container "Filter" wird das Feld "Postleitzahl" eingefügt; dies bedeutet, dass bestimmte Einträge im Feld "Postleitzahl" aus der Ansicht ausgefiltert wurden. Der Filter bleibt auch dann bestehen, wenn Sie das Feld "Postleitzahl" aus der Ansicht entfernen.

  9. Ziehen Sie "Postleitzahl" aus dem Container Zeilen heraus.

  10. Die aktualisierte Ansicht sieht folgendermaßen aus:

    Kontrollieren Sie Ihre Arbeit! Sehen Sie die Schritte 3 bis 8 in Aktion.

    Klicken Sie zur erneuten Wiedergabe auf das Bild.

    Die Ansicht ist jetzt auf die am wenigsten rentablen Orte fokussiert; nun können Sie die "schuldigen" Produkte in weiteren Untersuchungen ermitteln.

Erkennen der Störenfriede

Sie beschließen, die Ansicht nach Unterkategorie aufzuschlüsseln und so die Produkte zu ermitteln, die die Gewinne herunterziehen. Sie wissen, dass das Feld "Unterkategorie" Informationen zu den verkauften Produkten nach Ort enthält, und deshalb fangen Sie hier an.

  1. Ziehen Sie das Feld Unterkategorie auf den Container Zeilen, und legen Sie es rechts neben "Ort" ab.
  2. Ziehen Sie das Feld Gewinn auf der Karte "Markierungen" auf Farbe, sodass leicht erkennbar wird, welche Produkte negative Gewinne einfahren.

  3. Klicken Sie im Bereich "Daten" mit der rechten Maustaste auf Bestelldatum, und wählen Sie Filter anzeigen aus.

    Sie können nun ggf. für jedes Jahr untersuchen, wo negative Gewinne erzielt werden, und so schnell die Produkte ermitteln, mit denen Sie Geld verlieren.

    Maschinen, Tische und Hefter scheinen nicht gerade gut zu laufen. Was wäre also, wenn Sie den Verkauf dieser Artikel in Jacksonville, Condord, Burlington, Knoxville und Memphis einstellen würden?

Überprüfen der Erkenntnisse

Können die Gewinne in Florida, North Carolina und Tennessee gesteigert werden, wenn Hefter, Maschinen und Tische aus dem Verkauf herausfallen? Filtern Sie die Problemprodukte heraus, und sehen Sie selbst, was passiert.

  1. Wechseln Sie zur Kartenansicht zurück. Klicken Sie hierzu auf die Registerkarte des Arbeitsblatts Gewinn-Karte.

  2. Klicken Sie im Bereich "Daten" mit der rechten Maustaste auf Unterkategorie, und wählen Sie Filter anzeigen.

    Neben der Kartenansicht wird eine Filterkarte für alle angebotenen Produkte eingeblendet. Dies wird in Kürze noch von Nutzen sein.

  3. Ziehen Sie die Felder Gewinn und Gewinnverhältnis aus den Kennzahlen auf der Karte "Markierungen" auf Beschriftung.

    Nun sehen Sie den genauen Gewinn in jedem Bundesstaat, ohne mit der Maus darauf zeigen zu müssen.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Bereich "Daten" auf Bestelldatum, und wählen Sie Filter anzeigen, sodass die Ansicht in den richtigen Kontext gesetzt wird.

    In der Ansicht wird eine Filterkarte für YEAR(Order Date) eingeblendet. Sie können nun den Gewinn für alle Jahre oder für eine Kombination beliebiger Jahre abrufen. Dies dürfte sich für Ihre Präsentation als nützlich erweisen.

  5. Löschen Sie die Felder Hefter, Maschinen und Tische aus der Liste auf der Filterkarte "Unterkategorie" in der Ansicht.

    Denken Sie daran: Wenn Sie die Ansicht mit Filtern ergänzen, können Sie Werte ein- und ausschließen und so bestimmte Teile der Daten herausstreichen.

  6. Während Sie die einzelnen Elemente löschen, werden die Gewinne für Tennessee, North Carolina und Florida immer besser; zum Schluss weist jeder Bundesstaat einen positiven Gewinn auf.

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    Hey, Sie haben etwas gefunden!

    Hefter, Maschinen und Tische sind definitiv für die Verluste in Tennessee, North Carolina und Florida verantwortlich, nicht jedoch für den Rest des US-amerikanischen Südens. Haben Sie gesehen, wie der Gewinn in einigen anderen Bundesstaaten gesunken ist, als Sie die Elemente aus der Filterkarte löschten? Wenn Sie beispielsweise Hefter auf der Filterkarte "Unterkategorie" ausblenden, fällt der Gewinn in Arkansas um 4 Prozent. Daraus können Sie schließen, dass sich Hefter in Arkansas tatsächlich wirtschaftlich verkaufen.

    Sie möchten Ihrem Team diese Erkenntnis mitteilen und Ihre Kollegen dazu durch dieselben Schritte führen, die Sie selbst durchgeführt haben.

  7. Wählen Sie (Alle) auf der Filterkarte "Unterkategorie", damit wieder alle Produkte berücksichtigt werden.

Weitere Informationen: Weitere mögliche Fragen

Sie haben herausgefunden, dass Hefter, Maschinen und Tische für die negativen Gewinne in Tennessee, North Carolina und Florida verantwortlich waren. Was nun?

Sie können nun die Daten anhand der nachfolgenden Fragen weiter untersuchen. Hinweis: Wenn Sie diese Fragen in Ihrer Ansicht bearbeiten, machen Sie alle Änderungen rückgängig, bevor Sie das Tutorial zu den ersten Schritten fortsetzen.

  • Wie läuft der Maschinenverkauf in Tennessee, North Carolina und Florida? Verkaufen Sie viele Artikel? Wenn ja, wie wirkt sich dies auf den Gewinn aus?

  • Welche weiteren Faktoren tragen womöglich zu diesen Ergebnissen bei? Bieten die Einzelhändler im Süden die Produkte zu einem günstigeren Preis an?

  • Wie steht es mit dem Verkauf von Tischen und Heftern?

  • Was passiert mit dem Umsatz in Jacksonville, Miami, Burlington, Knoxville und Memphis, wenn Sie entweder Maschinen, Tische oder Hefter herausnehmen?

  • Aber was ist mit den Bücherregalen? Denken Sie daran: In Schritt 2 haben Sie festgestellt, dass Bücherregale in anderen Regionen äußerst unrentabel sind. Wenn Sie in diesen Regionen weiter nachforschen, ergeben sich eventuell weitere Lösungen.

Kontrollieren Sie Ihre Arbeit! Sehen Sie "Überprüfen der Erkenntnisse" in Aktion.

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Sie wissen nun, dass Maschinen, Tische und Hefter problematische Produkte für Ihr Unternehmen sind. Sie haben sich auf den Süden konzentriert und dabei festgestellt, dass sich diese Produkte unterschiedlich auf die Gewinne auswirken. Das sollten Sie unbedingt in einem Gespräch mit Ihrer Vorgesetzten anbringen.

Als Nächstes fassen Sie Ihre bisherigen Arbeiten in einem Dashboard zusammen, indem Sie Ihre Erkenntnisse übersichtlich präsentieren können.

Weitere Informationen zum Arbeiten mit Karten und geografischen Rollen finden Sie in der Lernbibliothek (im oberen Menü).

Weiter mit Schritt 6: Dashboard mit den Erkenntnissen aufbauen

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