Benachrichtigungen, Überwachen und Optimieren

Wenn Sie das Einrichten von Benutzern und Extrakten abgeschlossen haben und Tableau Server mitsummt, können Sie entspannen, richtig? Fast. In diesem Kapitel wird beschrieben, wie die Integrität von Tableau Server überwacht wird. Theoretisch sind die Schritte in diesem Kapitel optional: Sie müssen keine Benachrichtigungen einrichten oder Ihren Finger am Puls des Servers behalten. Sie sollten dies jedoch wirklich vornehmen, da es viel Zeit in Anspruch nimmt, sicherzustellen, dass die Dinge funktionieren, und nützliche Informationen bereitstellen, die Sie zum Optimieren der Serverleistung verwenden können.

Warnungen: Erhalten von Benachrichtigungen über Serverereignisse

Bei Warnungen handelt es sich um E-Mail-Benachrichtigungen, die Sie erhalten, wenn in Tableau Server etwas geschieht. Sie können Warnungen einrichten, die dann angezeigt werden, wenn sich nur noch wenig verbleibender Speicherplatz auf dem Server befindet und wenn Serverprozesse anhalten oder starten. Diese Bedingungen weisen häufig darauf hin, dass ein direktes Problem besteht.

Hinweis: In diesem Abschnitt werden Warnungen erläutert und ihre Funktion als Informationstool zum Server-Status. Benutzer können diese Warnungen als zusätzliche eigenständige Funktionalität verwenden. Nachdem Sie Warnungen eingerichtet haben, können Benutzer Ansichten abonnieren, um in regelmäßigen Abständen eine Momentaufnahme von den Ansichten zu erhalten, an denen sie interessiert sind.

Zum Senden von Warnungen muss Tableau Server eine Verbindung zu einem E-Mail-Server herstellen, der auch als SMTP-Server (Simple Mail Transfer Protocol) bezeichnet wird. Bei einem SMTP-Server handelt es sich um einen Dienst, an den Sie ausgehende E-Mails senden können. Er leitet die Nachrichten dann an den bzw. die Empfänger weiter. (Er verarbeitet keine eingehenden E-Mails.) Zum Einrichten von Warnungen müssen Sie Tableau Server für die Kommunikation mit Ihrem SMTP-E-Mail-Server konfigurieren.

Erforderliche SMTP-Informationen

Viele Organisationen verfügen intern bereits über einen SMTP-Server. Wenden Sie sich, bevor Sie den Vorgang fortsetzen, zunächst an Ihre IT-Abteilung, und erkundigen Sie sich, ob ein SMTP-Server vorhanden ist, den Sie verwenden können.

Die folgenden SMTP-Serverinformationen benötigen Sie von Ihrer IT-Abteilung:

  • Die Serveradresse. Diese lautet oft in etwa wie smtp.example.com oder mail.example.com. Es sind jedoch auch andere Adressen möglich.

  • Den Port. 25 für die meisten Server

  • Einen Benutzernamen

  • Ein Kennwort

Für einige Server sind weder ein Benutzername noch ein Kennwort erforderlich, da sie nur für interne Zwecke gedacht sind.

Sie müssen auch eine Von-Adresse für die Warnmeldungen auswählen, die der Server sendet. Wenn Personen eine Warnungs-E-Mail von Tableau Server empfangen, handelt es sich hierbei um den Namen, der sich in der Zeile Von der Nachricht befindet. Da Warnungen rein informativ sind, müssen Sie sich für gewöhnlich keine Gedanken darüber machen, wer sich in der Zeile Von befindet. Daher verwenden Personen Adressen wie no-reply@example.com oder tableau-admin@example.com.

Schritt 1: Konfigurieren von SMTP-Informationen für Tableau Server

  1. Öffnen Sie TSM in einem Browser:

    https://<tsm-computer-name>:8850. Für weitere Informationen, siehe Anmelden bei der Webschnittstelle von Tableau Services Manager.

  2. Klicken Sie auf Benachrichtigungen in der Registerkarte Konfiguration und dann auf E-Mail-Server.

  3. Eingabe der SMTP-Konfigurationsinformation für Ihre Organisation:

  4. Klicken Sie nach Eingabe Ihrer Konfigurationsinformationen auf Ausstehende Änderungen speichern.

  5. Klicken Sie oben auf der Seite auf Ausstehende Änderungen:

  6. Klicken Sie auf Änderungen anwenden und neu starten.

Schritt 2: Einrichten von Benachrichtigungen

  1. Öffnen Sie TSM in einem Browser:

    https://<tsm-computer-name>:8850. Für weitere Informationen, siehe Anmelden bei der Webschnittstelle von Tableau Services Manager.

  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Konfiguration auf Benachrichtigungen und dann auf Ereignisse.

  3. Konfigurieren der Benachrichtigungseinstellungen für Ihre Organisation:

  4. Klicken Sie nach Eingabe Ihrer Konfigurationsinformationen auf Ausstehende Änderungen speichern.

  5. Klicken Sie auf Änderungen anwenden und neu starten.

Im Folgenden sehen Sie die Warnungen, die aktiviert werden, wenn Sie alle Kontrollkästchen aktivieren.

Abonnements für Ansichten

Benutzer können regelmäßig eine Momentaufnahme der Ansichten erhalten, für die sie sich interessieren. Dies kann hilfreich sein, wenn Ihre Benutzer Informationen über Ansichten wiederkehrend anzeigen möchten. Zum Beispiel kann Benutzern wöchentlich eine Ansicht an den Posteingang gesendet werden.

Weitere Informationen darüber, wie Benutzer Abonnements einrichten können, finden Sie am Ende im Abschnitt Zusätzliche Ressourcen.

Serverkomponentenereignisse

Bei Tableau Server-Einzelcomputerinstallationen können Sie (wie in diesem Handbuch beschrieben) eine Benachrichtigung erhalten, wenn Tableau Server-Prozesse gestoppt oder gestartet werden. Da ein Teil des Servers ausgeführt werden muss, um eine Warnung bezüglich des Stoppens von Prozessen senden zu können, erhalten Sie nur Benachrichtigungen, wenn Daten-Engine-, Repository- und Gateway-Prozesse gestoppt werden. Sie erhalten jedoch Benachrichtigungen zu allen Tableau Server-Prozessen, die gestartet werden. Für Tableau Server-Installationen auf mehreren Computern, was in dieser Anleitung nicht beschrieben wird, ermöglicht diese Einstellung Administratoren das Abrufen von Benachrichtigungen, wenn einzelne Tableau Server-Prozesse nicht mehr reagieren.

Bei jedem Stopp von Serverprozessen oder unerwarteten Neustart des Servers sollten Sie die Ursache des Neustarts untersuchen.

Zum Beispiel finden Sie möglicherweise heraus, dass der Windows Server-Computer für den automatischen Neustart im Anschluss an Windows-Updates konfiguriert ist. In diesem Fall möchten Sie Updates möglicherweise für die Nebenstunden planen.

Geringer Datenträgerspeicher

Sie können eine Benachrichtigung erhalten, wenn der Datenträgerspeicher auf dem Servercomputer den von Ihnen festgelegten Schwellenwert unterschreitet. Allgemein sollten auf dem Servercomputer mindestens 20 % freier Datenträgerspeicher verfügbar sein. Je stärker der Datenträgerspeicher diesen Schwellenwert unterschreitet, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Serverleistung davon betroffen ist. Schließlich antwortet der Server möglicherweise nicht mehr.

Die hier empfohlenen Standardwerte legen E-Mail-Warnungen fest, die stündlich versendet werden, wenn die 20 %-Schwelle erreicht wird. Die kritische Schwelle wird dabei auf 10 % festgelegt.

Verwaltungsansichten

Verwaltungsansichten sind in Tableau Server integriert und bieten Ihnen eine einfache Möglichkeit, die Aktivitäten auf Tableau Server zu verstehen, also ob die Aktivität von Benutzern oder Serveraufgaben wie Extrakten stammt.

  1. Melden Sie sich bei Tableau Server als Server-Administrator an.

  2. Klicken Sie auf Status. Tableau Server zeigt eine Liste der Verwaltungsansichten an.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Verwaltungsansichten, die überprüfen sollten, wenn Sie Tableau Server überwachen:

Ansichtenverkehr

Verwenden Sie diese Ansicht, um die Spitzenzeiten für den Benutzerdatenverkehr zu ermitteln. (Dies ist einfacher, wenn Sie den Filter "Zeitbereich" verwenden. Zum Beispiel ist der Filter im folgenden Screenshot auf Letzte 3 Monate festgelegt. Wenn Sie darüber Bescheid wissen, wann Benutzer Ihren Server am häufigsten für ihre Arbeit benötigen, können Sie sicherstellen, dass Sie Dinge wie Extraktaktualisierungen (was Serverressourcen in Anspruch nehmen kann) für Uhrzeiten planen, an denen die Auslastung am niedrigsten ist.

Zum Beispiel können Sie dem Screenshot entnehmen, dass die Spitzenzeiten zwischen 13 und 15 Uhr liegen. Zudem können Sie sehen, dass morgens weniger Datenverkehr vorliegt als an den Nachmittagen und dass der Datenverkehr außerhalb der Geschäftszeiten stark abfällt. Zusammenfassung: Wenn es sich hierbei um Ihre Daten handeln würde, würden Sie Ihren Extraktaktualisierungszeitplan auf den Zeitraum zwischen 22 Uhr und 6 Uhr festlegen.

Hintergrundaufgaben für Extrakte

Verwenden Sie diese Ansicht, um Tageszeiten, an denen Extraktaktualisierungen länger als gewöhnlich dauern, und nicht abgeschlossene Extraktaktualisierungsaufgaben zu ermitteln. Wenn für Extraktaktualisierungsaufgaben Spitzenzeiten vorliegen, dann stellen Sie den Extraktaktualisierungszeitplan so bereit, dass weniger Extrakte gleichzeitig ausgeführt werden.

Alternativ sollten Sie versuchen, sofern einzelne Extrakte viel Zeit in Anspruch nehmen, Tableau Desktop zu verwenden, um die Anzahl der im Extrakt verwendeten Daten zu reduzieren, beispielsweise können Sie Zeilen abfragen, nicht verwendete Felder ausblenden und Daten für sichtbare Dimensionen aggregieren.

Wenn Sie feststellen, dass bestimmte Extraktaktualisierungsaufgaben nicht abgeschlossen werden, sollten Sie versuchen, von außerhalb von Tableau Server eine Verbindung zur Datenquelle herzustellen, um zu bestätigen, dass die Verbindungsinformationen richtig sind und die Datenquelle verfügbar ist.

Zum Beispiel sehen Sie im Screenshot viele fehlerhafte Extrakte. Sie sehen jedoch auch, dass die fehlerhaften Extrakte sehr kurze Ausführungszeiten hatten. Dies deutet möglicherweise darauf hin, dass die Datenquelle für diese Extrakte nicht verfügbar ist.

Statistik für Ladezeiten

Verwenden Sie diese Ansicht, um zu ermitteln, welche Ansichten langsam geladen werden. Dadurch können Sie Arbeitsmappen ausfinding machen, die für den Server sehr prozessorintensiv sind. Ineffiziente Arbeitsmappen sind einer der häufigsten Gründe für eine schlechte Serverleistung. (Einige Ressourcen, die Ihnen beim Optimieren von Arbeitsmappen und deren Problembehebung helfen, finden Sie später.)

Alternativ ist eine Ansicht möglicherweise nicht prozessorintensiv, lädt jedoch aufgrund von Datenquelleneinschränkungen lange.

Sie können sich einige der im späteren Abschnitt über die Windows-Leistungsüberwachung aufgeführten Vorschläge zunutze machen, um zu überprüfen, ob das Laden einer Ansicht zu einer Steigerung der CPU-Auslastung führt. Wenn keine Steigerung vorhanden ist, ist die Ansicht nicht prozessorintensiv. Folglich sollten Sie dann die Datenquelle untersuchen. Sie können Extrakte auch verwenden, um Direktabfragen an einer langsam Datenquelle zu vermeiden.

Zum Beispiel können Sie in der folgenden Administratoransicht die genauen Ladezeiten für Ansichten verwenden, um zu sehen, dass die oberen Ansichten wesentlich langsamer geladen werden als der Rest.

Überwachen der Windows-Leistung

Bis dato wurden die erläuterten Überwachungsinformationen von Tableau Server erfasst. Sie können jedoch auch das in Windows Server integrierte Windows-Leistungsüberwachungstool (PerfMon) verwenden, um Serverprozesse und die Ressourcenauslastung zu überwachen.

Sie können PerfMon verwenden, um äußerst ausführliche Informationen über jeden Teil einer Serverinstallation zu erfassen. Dazu zählen, wie oft der Computer die CPU verwendet, wie viel Arbeitsspeicher verwendet wird und sogar Informationen über jeden Tableau Server-Prozess. Wenn Sie PerfMon erstmals verwenden, sollten Sie wissen, dass es regelmäßig eine Momentaufnahme von ausgewählten Prozessen vornimmt.

Der erste Schritt in der Verwendung von PerfMon besteht darin, einen Datensammlersatz einzurichten, d. h. die Art und Weise, wie PerfMon Daten speichert, die es sammelt. Zum Erfassen von Informationen über Tableau Server-Prozesse mit PerfMon muss Tableau Server ausgeführt werden, wenn Sie den Datensammlersatz erstellen.

Schritt 1: Erstellen eines neuen Datensammlersatzes

  1. Klicken Sie auf das Windows-Startmenü, und suchen Sie nach "Leistung"..

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Leistungsüberwachung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

  3. Klicken Sie im linken Bereich auf die Option Datensammlungssätze.

  4. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf Benutzerdefiniert. Klicken Sie auf Neu und dann auf die Option Datensammlungssatz.

  5. Geben Sie im Assistenten zum Erstellen eines neuen Sammlungssatzes einen Namen für den Datensammlungssatz ein. Zum Beispiel können Sie Tableau Server-Leistung eingeben.

  6. Wählen Sie die Option Manuell erstellen (erweitert) aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  7. Wählen Sie unter Datenprotokolle erstellen die Option Leistungsindikator aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

Schritt 2: Auswählen von Leistungsindikatoren

  1. Legen Sie das Beispielintervall auf 30 Sekunden fest.

  2. Klicken Sie auf Hinzufügen.

  3. Wählen Sie die Leistungsindikatoren aus der Liste aus.

    In der folgenden Tabelle sind einige von uns zur Nachverfolgung der Tableau Server-Leistung empfohlene Leistungsindikatoren aufgeführt.

    Kategorie Leistungsindikatoren Hinweise

    Logischer Datenträger

    Aktuelle Warteschlangenlänge

    Bytes gelesen/s

    Bytes geschrieben/s

    Die Anzahl der ausstehenden Schreibanforderungen und die Anzahl der gelesenen und auf die Serverfestplatte geschriebenen Bytes. Wählen Sie diese Indikatoren für den Datenträger, auf dem Sie Tableau Server (wird in PerfMon als Instanz bezeichnet) installiert haben.

    Arbeitsspeicher

    % Zugesicherte verwendete Bytes

    Verfügbare MB

    Der verwendete virtuelle Speicher in Prozent und der verfügbare Speicherplatz in MB
    Prozessorinformationen

    % Prozessorzeit

    % Prozessorauslastung

    Die Zeit, die der Prozessor aktiv ist, in Prozent und die vom Prozessor in Anspruch genommene Verarbeitungskapazität in Prozent

    Prozess

    % Prozessorzeit

    Private Bytes

    Die durch einen bestimmten Prozess in Anspruch genommene Prozessorkapazität in Prozent und die für den Prozess reservierte Menge an Arbeitsspeicher. Wählen Sie diese zwei Indikatoren für die folgenden Prozesse (werden in PerfMon als Instanzen bezeichnet) aus:

    • backgrounder (Backgrounder)
    • dataserver (Datenserver)
    • redis-server (Cache-Server)
    • hyperd (Daten-Engine)
    • vizqlserver (VizQL Server)

    So wählen Sie die jeweiligen Leistungsindikatoren aus:

    1. Doppelklicken Sie, um eine Kategorie in der Dropdown-Liste auszuwählen.

    2. Wählen Sie den zu verwendenden Leistungsindikator aus.

    3. Wählen Sie unter Instanzen des gewählten Objekts ggf. den Prozess (oder die Instanz) aus, zu dem (bzw. der) Sie Informationen sammeln möchten.

    4. Klicken Sie auf Hinzufügen.

    5. Klicken Sie auf OK und dann auf Weiter.

Schritt 3: Speichern des Datensammlungssatzes

  1. Navigieren Sie zum Verzeichnis, in dem Sie die Daten speichern möchten, und klicken Sie dann auf Weiter.

    Wichtig: Sie müssen die Daten an einem Ort speichern, auf den Tableau zugreifen kann. Vielleicht möchten Sie die Daten auf einem Netzwerklaufwerk speichern. Ist noch kein Netzwerklaufwerk zugeordnet, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Dieser PC, und wählen Sie die Option Netzwerkadresse hinzufügen aus.

  2. Klicken Sie auf Fertigstellen.

  3. Wählen Sie im linken Bereich des Hauptfensters Leistungsmonitor auf den von Ihnen erstellten Datensammlungssatz.

  4. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf den Leistungsindikator DataCollector01, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  5. Wählen Sie Durch Kommas getrennte Liste als Protokollformat aus, und klicken Sie dann auf OK.

Schritt 4: Ausführen des Datensammlungssatzes

Klicken Sie im linken Bereich mit der rechten Maustaste auf den Namen des von Ihnen erstellten Datensammlungssatzes, und klicken Sie auf Start. Die Windows-Leistungsüberwachung beginnt mit der Überwachung Ihres Servers und speichert Informationen am von Ihnen angegebenen Speicherort.

Schritt 5: Analysieren der Daten

Endlich der Moment, auf den Sie gewartet haben! Öffnen Sie die Protokolldatei für den Datensammlungssatz in Tableau Desktop, und starten Sie die Analyse.

Im folgenden Abschnitt sind einige Anleitungen und Empfehlungen für das Verbessern der Serverleistung auf Basis der von Ihnen gesammelten Daten enthalten.

Optimierung:Optimieren des Servers für bessere Leistung

Da sich keine zwei Serverumgebungen gleichen, können wir keine verbindlichen Regeln für das Optimieren der Serverleistung angeben.

Stattdessen sollten Sie sich die Muster in den von Ihnen aus Verwaltungsansichten und der Windows-Leistungsüberwachung gesammelten Daten ansehen.

Zum Beispiel: Gibt es wiederkehrende Steigungen? Entsprechen die Muster, die Sie in den Verwaltungsansichten erkennen, ähnlichen Mustern in der Windows-Leistungsüberwachung?

Versuchen Sie eine Methode der Überwachung, des Tests und der inkrementellen Optimierung zu begünstigen.

Schließlich läuft der Großteil der Leistungsoptimierung für Tableau Server auf zwei generelle Ansätze hinaus:

  • Optimieren für den Datenverkehr: Dadurch wird der Server dahingehend optimiert, auf Benutzer zu reagieren, die Arbeitsmappen veröffentlichen (und insbesondere) anzeigen.

  • Optimierung für Extraktaktualisierungen: Dadurch wird der Server dahingehend optimiert, dass die Leistung für das Aktualisieren von Datenextrakten von einer Datenbank oder anderen Quelle in Anspruch genommen wird.

Durch das Darstellen von Ansichten und Aktualisieren von Extrakten wird die meiste Auslastung auf dem Server generiert. Daher sollten Sie die Optimierung für die Aufgabe vornehmen, an der Ihre Organisation am meisten interessiert ist.

Optimieren für den Datenverkehr

Im Folgenden finden Sie einige Anzeichen, die Sie für den Datenverkehr optimieren sollten:

  • Während der Spitzendatenverkehrszeiten sind die Gesamtressourcenauslastung für den Prozessor und der Arbeitsspeicher konstant hoch.

  • Der VizQL-Serverprozess weist eine hochprozentige Prozessorzeit und eine große Anzahl für ihn bestimmter privater Bytes auf.

  • Steigerungen im Benutzerdatenverkehr wirken sich merklich auf die Ladezeiten aus.

Wenn Sie Anzeichen für diesen Aktivitätstyp ausmachen, sollten Sie versuchen, die folgenden Änderungen einzeln vorzunehmen und zu überwachen, wie sie sich auf die Leistung auswirken.

Selteneres Aktualisieren des Caches

Wenn Ihre Daten nicht immer die neuesten Daten benötigen, können Sie die Leistung von Ansichten verbessern, indem Sie Tableau Server so konfigurieren, dass Daten möglichst häufig zwischengespeichert und wiederverwendet werden.

Sie können die Zwischenspeicherung anpassen, um den Zeitraum vor der Zwischenspeicherung zu verlängern. Informationen zur Konfiguration der Zwischenspeicherung finden Sie im letzten Kapitel. Siehe Konfigurieren der Datenverbindungszwischenspeicherung.

Erhöhen der Anzahl an VizQL-Serverprozessen

Der VizQL-Serverprozess ist für das Laden von Ansichten und Reagieren auf Benutzerinteraktionen verantwortlich. Daher ist das Hinzufügen von mehr Prozessen möglicherweise im Umgang mit vielen Benutzern hilfreich. Da VizQL-Serverprozesse jede Menge CPU und Arbeitsspeicher in Anspruch nehmen können, könnte das Hinzufügen zu vieler Prozesse jedoch den Server verlangsamen. Fügen Sie zunächst jeweils einen Serverprozess hinzu, und messen Sie die Auswirkung mit mehr Leistungsüberwachung.

  1. Öffnen Sie TSM in einem Browser:

    https://<tsm-computer-name>:8850. Für weitere Informationen, siehe Anmelden bei der Webschnittstelle von Tableau Services Manager.

  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Konfiguration.

  3. Wählen Sie das Dropdown-Menü VizQL aus, und erhöhen Sie die Anzahl Prozesse mindestens um den Wert eins.

  4. Klicken Sie oben rechts auf Ausstehende Änderungen und auf Änderungen anwenden und neu starten, um die Änderungen zu übernehmen und Tableau Server neu zu starten.

Optimierung für Extraktaktualisierungen

Im Folgenden finden Sie einige Anzeichen, die Sie für Extraktaktualisierungen optimieren sollten:

  • Extrakte sind fehlerhaft, oder deren Abschluss dauert lange.

  • Die Prozessorzeit des Hintergrundprozesses weist konsistent einen hohen Prozentsatz auf.

  • Der VizQL-Server weist selbst in Spitzendatenverkehrszeiten eine geringe Prozessorzeit in Prozent und eine kleine Anzahl an für ihn bestimmter privater Bytes auf.

Wenn Sie etwas Derartiges sehen, sollten Sie Folgendes versuchen.

Anpassen des Extraktaktualisierungszeitplans

Verwenden Sie die Verwaltungsansicht für Extrakte, um die optimalen Zeiten für das Ausführen von Extrakten zu bestimmen. Zusätzlich zum Ausführen von Extrakten in den Nebenzeiten können Sie die Ausführung von Extraktaktualisierungen verteilen, um eine parallele Serverauslastung zu minimieren. Wenn Extraktaktualisierungen weiterhin Probleme verursachen, sollten Sie die Häufigkeit von Extraktaktualisierungen möglichst reduzieren.

  • Planen Sie Extrakte für die Zeiten, zu denen der Server nicht ausgelastet ist. (Verwenden Sie die Verwaltungsansicht zum Überprüfen des Datenverkehrs.)

  • Reduzieren Sie die Aktualisierungshäufigkeit.

Konfigurieren der parallelen Ausführung von Extraktaktualisierungen

Stellen Sie beim Erstellen eines Extraktaktualisierungszeitplans sicher, dass die Aktualisierung im parallelen Ausführungsmodus erfolgt.

Erhöhen der Hintergrundprozesse

  1. Öffnen Sie TSM in einem Browser:

    https://<tsm-computer-name>:8850. Für weitere Informationen, siehe Anmelden bei der Webschnittstelle von Tableau Services Manager.

  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Konfiguration.

  3. Wählen Sie das Dropdown-Menü Hintergrundprozesskomponente aus, und erhöhen Sie die Anzahl Prozesse mindestens um den Wert eins.

  4. Klicken Sie oben rechts auf Ausstehende Änderungen und auf Änderungen anwenden und neu starten, um die Änderungen zu übernehmen und Tableau Server neu zu starten.

Fahren Sie mit Das Geschäft ist eröffnet! fort.

Weitere Ressourcen

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